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Rezension: Palast der Finsternis

Gegenwart: Die 17-jährige Anouk und vier weitere Teenager werden eingeladen, einen bisher versiegelten, unterirdischen französischen Palast zu erkunden. Parallel lernt man in einem zweiten Handlungsstrang, der 1789 spielt, die Adlige Aurélie du Bessancourt kennen, deren Vater den unterirdischen Schmetterlingspalast gebaut hat, um die französischen Revolution wie in einem komfortablen standesgemäßen „Bunker“ überstehen zu können.

Auf das Buch war ich vorab sehr gespannt und auch die vielen positiven Besprechungen haben zu meinen hohen Erwartungen beigetragen. Die Mischung der Handlungen zwischen Gegenwart und 18. Jahrhundert ist erstmal ungewöhnlich und in einem wiederentdeckten Palast kann man sicherlich einiges entdecken.

Leider bin ich mit dem Buch nicht ganz warm geworden. Es dauerte ca. 90 Seiten, bis das erste mal Spannung aufkam. Protagonistin Anouk trug durch ihre flapsige Art auch nicht gerade dazu bei, mich für das Buch zu begeistern. Nach einer Weile wird nachvollziehbar erklärt, warum Sie so handelt. Trotzdem wird man als Leser erstmal lange im Dunkeln gelassen, bis etwa zur Mitte etwas mehr zu ihrer Geschichte erzählt wird.

Innerhalb des Buches wechselte das Spannungsniveau immer wieder. Ich habe aus zeitlichen Gründen immer mal wieder einige Tage pausieren müssen und hatte keinen extremen Drang unbedingt weiterlesen zu müssen, da es nicht durchgängig spannend war. Das Buch hatte für mich außerdem einige Widersprüche: Zum einen wusste man nicht, in welche Richtung die Geschichte gehen sollte. Zum anderen waren einige Elemente vorhersehbar (bsp. wer Perdu ist). Die Auflösung bzw. das Ende hatte einige Logikfehler, was die Lektüre dann leider nicht ganz rund gemacht hat.

Fazit

Am Ende blieb ein Buch mit einer eigentlich ganz netten Schlussmessage Anouk betreffend. Leider ist aber sonst von dem Buch nicht viel haften geblieben. Wer es lesen möchte: Nur zu. Man verpasst aber nichts.

Titel: Palast der Finsternis
Original: A Drop of Night
Autor: Stefan Bachmann
Seiten: 397
Verlag: Diogenes Verlag, 1. Auflage 2017 
Preis: 18,00 Euro

Das Buch war eins der Bücher aus der Lovelybox. Was noch in der Box war, lest ihr hier.

Weitere Stimme zum Buch:

Janna (kejas-blogbuch)

2 Antworten

  1. Liebe Jemima,
    Wow, deine Buchbesprechung ist die erste nicht ganz begeisterte Meinung zu diesem Buch, die ich lese. Sehr spannend, auch mal eine kritische Meinung zu lesen.
    Der Roman liegt noch auf meinem SuB und ich hoffe, mir bald selbst eine Meinung bilden zu können. 🙂
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Julia

  1. 10. Oktober 2017

    […] Wer es lesen möchte: Nur zu. Man verpasst aber nichts. Hochhorst […]

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