Hochhorst

Buch ready player one vor einem Videorecorder
Science-Fiction

Ready Player One von Ernest Cline

Wow! Ein neues Lieblingsbuch! Mich hatte die Geschichte mit dem ersten Kapitel in dem der Wettbewerb des Oasis-Erfinders Halliday erläutert wird: Geschichten mit Schnitzeljagden und Rätseln mag ich!

Drei Schlüssel öffnen der Tore drei, und wer sich als würdig erweist dabei, muss alsbald auf sein Geschick sich besinnen, will er das „Ende“ erreichen und den Preis gewinnen.

S. 14, Ready Player One

Schnell hab ich mich mitreissen lassen bei der Suche nach dem von Halliday in seiner Simulation versteckten „Easter Egg“. Da Halliday in den 1980er Jahren aufgewachsen ist, strotzen seine Hinweise und Rätsel nur so vor 80er Referenzen.

Das Buch hatte aber auch eine tiefere Geschichte: Protagonist Wade wächst mittellos auf. Die Welt 2045 ist nicht mehr die, die wir kennen. Über das freie Internet bzw. die Oasis als Simulation ist es auch armen Menschen möglich, Teil der Gesellschaft zu sein, an virtuellen Schulen zu lernen etc. Durch den Gewinn des Wettbewerbs bekommt der Sieger die Hoheit über die Oasis. Klar, dass ein gewieftes Unternehmen darin die Chance sieht, die Oasis dahingegen umzubauen zu können, mit dieser durch „Einwahlgebühren“ und Werbeflächen Profit zu schlagen.

Zwischenzeitlich musste ich an Tad Williams Otherland-Reihe denken, die das „Online-sein“ in ähnlicher weise bereits in den 1990er Jahren beschrieben hat.

Was ich etwas unrealistisch fand, waren die Beschreibungen von Hardware. Wade benutzt im Jahr 2045 einen USB Stick und zu Beginn ein schweres 10-Jahre altes Notebook. Die Wahrscheinlichkeit, dass in 26 Jahren noch USB Sticks genutzt werden ist sehr unwahrscheinlich, wenn man bedenkt dass viele Daten jetzt bereits eher über „die Cloud“ gesichert werden. Computer werden seit Jahren immer kleiner und flacher, die Nutzung von Smartphones nimmt im Gegensatz zu Notebooks zu. Man mag dem Buch zugute halten, dass das Buch 2011 im Original erschienen ist und es seitdem viele Technologische Entwicklungen gab, die Ernest Cline nicht vorhersehen konnte.

Trotz dieser Kritikpunkte hatte ich viel Spaß mit dem Roman und kann ihn allen Science-Fiction Fans, 80er-Kindern und Videospiel-Nerds sehr empfehlen.

Titel: Ready Player One
Original: Ready Player One (2011)
Autor: Ernest Cline
Übersetzung: Hannes und Sara Riffel
Verlag: Fischer Tor, 2017
Seiten: 538
Preis: 9,99 Euro

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