Rezension: Das Buch der Spiegel

„Das Buch der Spiegel“ ist das erste auf deutsch erschienene Buch des rumänisch-ungarisch-deutschen Autors E.O. Chirovici.

Inhalt

Auf der Suche nach der Wahrheit um ein unvollständiges Manuskript und den Tod eines in den 1980er Jahren ermordeten Professors kommen in drei Abschnitten die Protagonisten Peter Katz, John Keller und Roy Freeman zu Wort. Je weiter sie in ihren Recherchen zu den Ereignissen vor und um den unaufgeklärten Tod des Professors vordringen, desto verstrickter und gegensätzlicher werden die Aussagen der damals Beteiligten. Bereits auf den ersten Seiten beschreibt der Verfasser des Manuskripts Richard Flynn wie trügerisch die Erinnerung sein kann:

„Man glaubt, etwas für sich vergessen zu haben – ein Ereignis, einen Menschen, eine Situation -, und plötzlich erkennt man, die Erinnerung hat die ganze Zeit über in einem verborgenen Winkel des Gehirns geschlummert, sie ist immer da gewesen, als wäre es gestern erst geschehen“ (S. 10)

Buchkritik

Das Cover finde ich sehr ansprechend, der Einband ist in dunkelrot mit grauer Schrift gehalten und macht einen edlen Eindruck.

Es ist schwierig, das Buch in eine Kategorie einzuordnen. Es ist zum einen ein Krimi, da es um einen alten ungelösten Mordfall geht, andererseits steht das Manuskript und die Suche nach dessen Ende im Vordergrund, weshalb es sich auch um einen Roman handeln könnte.

Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen, die Geschichte ist fesselnd. Man möchte wissen, wie das Manuskript endet und wie es zu den Ereignissen kam. Leider bleiben einige Fragen und Aspekte offen, was ein etwas „unrundes“ Gefühl nach dem lesen der letzten Seite hinterlässt.

Fazit

Ein lesenswertes, fesselndes Buch, was sich thematisch von anderen Büchern unterscheidet. Leider werden final nicht alle Fragen beantwortet, was mich etwas unzufrieden zurückgelassen hat.

 

Titel: Das Buch der Spiegel
Original: The Book of Mirrors
Autor: E.O. Chirovici
Verlag: Goldmann, 1. Auflage 2017
Preis: 20,00 Euro

2 Antworten

  1. Katharina sagt:

    Das Buch hatte ich auch schon einige Male im Laden in der Hand, aber da der Klappentext recht dürr ausfiel, war ich mir nie sicher. So wie du es beschreibst, klingt es aber gut! Danke 🙂
    LG Katharina
    #litnetzwerk

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