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Buchtipp: Das Büro der einsamen Toten

Ich habe gestern das Buch „Das Büro der einsamen Toten“ von Britta Bolt zu ende gelesen. Britta Bolt ist ein Autorenduo (bestehend aus Britta Böhler und Rodney Bolt), welches in den Niederlanden lebt, wo auch die Handlung der Krimi(s) um Pieter Posthumus spielt (im März 2016 erscheint Teil 2).

Pieter arbeitet bei der Stadt Amsterdam und „bearbeitet“ die Todesfälle anonymer Leichen. Dies beinhaltet das Recherchieren der Identität und die Abwicklung des Begräbnisses bzw. die Übergabe der Habseligkeiten an die Hinterbliebenen (sofern auffindbar). Im Gegensatz zu seinen Kollegen ist Pieter aber etwas genauer: Fällt ihm an dem Toten etwas auf bzw. findet etwas an seinem „Fall“ ungewöhnlich, lässt ihn dies nicht los und er beschäftigt sich (mehr oder weniger in seiner Freizeit) weiter mit der Thematik, bis er diese lösen kann.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit wird man auch in Pieters privates Umfeld eingeführt und lernt seine Freunde und Familie kennen. Hierbei gab es ein Ereignis, welches vor langer Zeit zu einem Zerwürfnis innerhalb der Familie führte. Alles in allem ist Pieter Posthumus ein liebenswerter Charakter, der mal nicht – wie in anderen Krimis – total kaputt ist.

Parallele Handlungsstränge sind das Familienleben der Marokkanischen Familie Tahiri und die Ermittlungen einer Sondereinsatzgruppe unter der Leitung von Lisette Lammers, die sich mit der Terrororganisation „Amsterdamer Zelle“ beschäftigt. Alle Erzählstränge finden während des Buches zusammen und geben eine interessante Auflösung.

Mir hat die Sprache des Buches sehr gut gefallen. Die komplette Geschichte ist gut konstruiert und schlüssig, die beschriebenen Charaktere sind gut ausgearbeitet und besonders Pieter wächst einem schnell ans Herz. Desweiteren ist es mal was anderes. Kein Kommissar, kein Detektiv, sondern ein Beamter, der durch seine Nachforschungen Fälle löst. Ich freu mich sehr auf Band 2.

Weitere Information gibt es vom Verlag Hoffmann und Campe.

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